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ERP-Förderprogramme: Voraussetzungen und Vorteile

Aktualisiert: 7. Dez. 2023

Der Nutzen innovativer ERP-Programm ist unumstritten. Allerdings bedeutet die Einführung einer derart umfassenden Unternehmenssoftware einiges an Aufwand – sowohl was zeitliche als auch was finanzielle Ressourcen betrifft.


Gerade kleinere Unternehmen zeigen großen Respekt vor dieser ersten Einführungsphase. Eine nachvollziehbare Haltung, deren wirtschaftlicher Nachteil jedoch nicht zu leugnen ist. Glücklicherweise wurde das Problem von öffentlicher Stelle erkannt.


Bund, Länder und Finanzinstitute reagieren mit zahlreichen Förderprogrammen. Die Angebote sind teils EU- und deutschlandweit angesiedelt und sollen die ersten Schritte in Richtung Digitalisierung erleichtern.


Das Wichtigste in Kürze:

  • Jedes marktwirtschaftlich aktive Unternehmen muss heutzutage digital handlungsfähig bleiben.

  • ERP-Lösungen bieten optimale Lösungen zur Digitalisierung von Unternehmensprozessen. Sie sind jedoch kostspielig in der Anschaffung.

  • Bund und Länder fördern kleine und mittelständische Unternehmen, um ihnen den Schritt in die digitale Unternehmensführung zu erleichtern.

  • Die entsprechenden Angebote fallen lokal sehr unterschiedlich aus, weshalb Sie sich dringend vor der Etablierung eines neuen Systems mit möglichen Unterstützungs-Optionen auseinandersetzen sollten.


Inhaltsverzeichnis



Was ist ERP-Förderung?


Die fortschreitende Digitalisierung der Unternehmenslandschaft ist ein öffentliches Anliegen. Unzählige formale Vorgaben und Sicherheitsbestimmungen sind ohne zuverlässige Softwareunterstützung langfristig kaum umsetzbar.


Rein analog geführte Unternehmen sind längst nicht mehr marktfähig. Möchte ein zukunftsorientierter Staat nicht wirtschaftlich den Anschluss verlieren, ist eine überregionale Unterstützung des Digitalisierungsbestrebens unerlässlich.


Die ERP-Förderung setzt in diesem Sinne ein Zeichen für wirtschaftliches Wachstum.

Förderer aus Bund, Ländern und Finanzwesen erkennen damit den Wert junger aufstrebender Unternehmen an.


Es wird gesehen, dass Innovation nicht nur von zahlungsfähigen Großbetrieben ausgeht, sondern frische Ideen und neue Impulse ebenso häufig durch Geschäftseinsteiger gesetzt werden.


ERP-Förderprogramme sollen jungen und weniger finanzstarken Wirtschaftszweigen den Aufstieg ermöglichen. Sie tun dies über finanzielle und beratende Leistungen.


Der Schwerpunkt der Unterstützungsangebote liegt auf den Themen:

  • Etablierung digitaler Geschäftsprozesse

  • IT-Sicherheit

  • Aktualisierung der Kommunikationstechnologie

  • Digitale Markterschließung


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Welche Voraussetzungen gelten für die ERP-Förderung?


Die Voraussetzungen für die Förderung einer ERP-Einführung unterscheiden sich von Programm zu Programm und natürlich auch zwischen den zuständigen Bundesländern. Der Großteil der Angebote bezieht sich auf Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.


Gefördert werden Digitalisierungsvorhaben in unterschiedlichem Ausmaß. Teilweise bezieht sich die Fördersumme auf den technischen Support, andere Förderer decken die Anschaffungskosten, die nächsten Interventionen dienen beratender Leistungen.


Für die zu stellenden Anträge ist das konkrete Digitalisierungsvorhaben meist zunächst explizit schriftlich auszuformulieren. Vorsicht: In einigen Fällen ist eine Förderung nur möglich, wenn das Projekt noch nicht begonnen wurde.


Informieren Sie sich im Vorfeld, welche Funktionen Ihr System umsetzen können sollte. Munixo bietet eine breite Palette an Digitalisierungsansätzen, die Sie entspannt mit den Anforderungen Ihres Unternehmens abgleichen können.


In jedem Fall sind die Bedingungen der Anbieter genauestens zu studieren, auch deshalb, weil der Verbleib von Fördergeldern häufig im Nachhinein belegt werden muss.


Viele Förderungen sind Standort gebunden. Auch in diesem Zusammenhang gilt es, sich ausführlich zu informieren, welche Förderstellen für das eigene Unternehmen infrage kommen.


Positiv in diesem Kontext: Firmenniederlassungen im europäischen Ausland können mitunter mit berücksichtigt werden.


Welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?


Bei den Förderungen handelt es sich zumeist um finanzielle Zuschüsse. Diese sind entweder komplett rückzahlungsfrei oder werden als gering verzinstes Darlehen gewährt. Einzelne Förderprogramme kommen erwartungsgemäß mit finanziellen Obergrenzen.


Entsprechend der jeweils ausgeschriebenen Bedingungen können Sie mit einer Übernahme von 30 bis 80 % der Projektkosten rechnen.

Darlehen sind zu besonders vorteilhaften Konditionen angelegt. In der Praxis also zu geringen Zinssätzen und über lange Laufzeiten hinweg. Eine Eigenbeteiligung wird soweit bekannt bei allen Programmen erwartet.


Spezielle ERP-Förderprogramme


1. Digital Jetzt


Anbieter. Die Aktion „Digital Jetzt“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK).


2. Zielgruppe


Das Programm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 499 Mitarbeitern. Es werden nur Niederlassungen innerhalb Deutschlands unterstützt.


3. Inhalt


Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und Qualifizierungsmaßnahmen für die Beschäftigten zu Themengebieten der Digitalisierung.



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4. Förderform


Anerkannte Investitionen werden mit bis zu 70 % bezuschusst, mindestens werden 17 000 Euro gezahlt. Mehr als 50 000 € Fördergeld sind im Einzelnen nicht vorgesehen.


5. Bedingungen


Ein Förderantrag muss eine konkrete Projektskizze, eine Darstellung des Unternehmens im aktuellen Zustand sowie eine Zielformulierung enthalten. Für die Umsetzung des Projektes erhält der Antragsteller eine 12-monatige Frist.


Die Umsetzung darf bei Antragstellung noch nicht begonnen wurde sein. Abschließend wird ein Nachweis für den konkreten Einsatz der Fördermittel verlangt.


Weitere Informationen finden Sie unter:


Weitere Informationen finden Sie unter:


6. GoDigital


Anbieter. Bei dem Förderprogramm handelt es sich ebenfalls um ein Projekt des BMWK.


7. Zielgruppe


Angesprochen werden kleine und mittelständische Unternehmen aus Handwerk und Wirtschaft mit weniger als 100 Beschäftigten und einem maximalen Jahresumsatz von weniger als 20 Millionen Euro.


8. Inhalt


Im Rahmen des Programms werden Mittel für eine Beratung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen, digitaler Markterschließung und IT-Sicherheit bereitgestellt.


9. Förderform


Getragen werden in diesem Sinne die Beratungskosten (max. 16 500 Euro). Die Beratung beinhaltet eine Unternehmensanalyse, Empfehlung zu digitalisierten Prozessen und Vorschläge zu konkreten IT-Lösungen.


10. Bedingung


Der Antrag kann nur durch autorisierte Beratungsfirmen gestellt werden.


Weitere Informationen finden Sie unter:


11. Horizont Europa


Unternehmen, die selbst in der Weiterentwicklung von Produkten und Dienstleistungen tätig werden, finden Unterstützung in der Initiative Horizont Europa. Ansprechpartner sind:

  • Europäischer Innovationsrat (EIC)

  • Europäische Innovationsökosysteme

  • Europäisches Innovations- und Technologieinstitut (EIT)

Weitere Informationen finden Sie unter:


KFW-Kredite für die ERP-Förderung


Die Kreditanstalt für Wiederaufbau richtet sich mit den Krediten 360, 361, 364 und 380 gezielt an Unternehmer und Freiberufler.


Gefördert werden hauptsächlich:

  • Forschung und Entwicklung

  • Beratung

  • Weiterentwicklung

  • Testverfahren

  • Qualitätssicherung

  • Anfallende Projektkosten (Reisepauschalen, EDV, Personal usw.)

Unternehmer aus Deutschland können sich nach mindestens zweijährigem Bestehen um Kredite von bis zu 25 Millionen Euro bewerben. Die besonders günstigen Zinssätze (ab 1,58 Prozent) sind jedoch nur für eine eingeschränkte Projektauswahl zu haben.


(Bitte beachten Sie die Ausschlussliste). Die Beantragung organisieren Sie indirekt über die teilnehmenden Banken.



Hier finden Sie Informationen zu den einzelnen Krediten:


Dies sind die teilnehmenden Banken.


ERP-Förderprogramme der Bundesländer


Auch die Länder beschäftigen sich mit Möglichkeiten der ERP-Förderung.

Jedes Bundesland hat dazu eigene Vorstellungen und eigene Programme entwickelt.

Die Form der Förderung und der jeweilige Umfang können sich drastisch unterscheiden. Während einige nur Hardware und Lizenzen stellen, fördern andere die zugehörigen Dienstleistungen.


Informieren Sie sich rechtzeitig zu den für den Standort Ihres Unternehmens geltenden Regelungen, um gezielt planen und Anträge vorrausschauend stellen zu können. Erste Informationen zu eventuellen Fördermöglichkeiten erhalten Sie in der Regel beim Wirtschaftsministerium des jeweiligen Landes.


Derzeit kein Programm bieten:

  • Hamburg

  • Sachsen-Anhalt

  • Schleswig-Holstein


Programme der Bundesländer mit weiterführenden Links:

Bundesland

Programm

Berlin

Gründungsbonus; Ansprechpartner Investitionsbank Berlin-Brandenburg (IBB) und das IBB Business Team


hier geht es zum Programm

Rheinland-Pfalz

BITT-Technologieberatung; Ansprechpartner ist der Deutsche Mittelstandsbund 138 BITT - Technologieberatung

Sachsen

E-Business; Ansprechpartner ist die Sächsische Aufbaubank

Mittelstandsrichtlinie - Digitalisierung von Geschäftsprozessen (E-Business) 2014 - 2020

Brandenburg

„Gründung Innovativ“ und Innovationsgutschein „BIG-Digital“

Brandenburgischer Innovationsgutschein (BIG)

Bayern

Digitalbonus Bayern

Digitalbonus Bayern

Hessen

Digitalisierungsberatung, finanziert aus dem EFRE (Europäischer Fond für Regionalentwicklung)

Digitalisierungs-Beratung-Technologieland Hessen

Thüringen

Digitalbonus; Ansprechpartner ist die Thüringer Aufbaubank

Digitalbonus Thüringen - Thüringer Aufbaubank

Baden-Württemberg

Zahlreiche Angebote zur Digitalisierung, z.B.:

  • Innovationsgutschein Hightech Digital

  • Innovationsgutschein A und B

  • Innovationsfinanzierung 4.0

  • Wachstumsfinanzierung

  • Digitalisierungsprämie Plus (Darlehen)

  • Digitalisierungsprämie Plus (Zuschuss)

Digitalisierungsprämie: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit

Nordrhein-Westfalen

Die Programme „Mittelstand Innovativ & Digital“ und „Digitalisierung & Innovation“

Mittelstand Innovativ NRW: MID

Mecklenburg-Vorpommern

Bremen

Saarland


Fazit


Zugegeben, die Fördermöglichkeiten für Digitalisierungsprojekte sind nicht eben leicht zu überblicken. Dranbleiben kann sich jedoch lohnen. Nutzen Sie die in Ihrem Bundesland und von Ihrem Kreditinstitut gestellten Beratungsmöglichkeiten, wenn Sie die Planung eines ERP-Projektes ins Auge gefasst haben.


Bedenken Sie die rechtzeitige Antragstellung, um keine Fördermöglichkeit zu verpassen und vor allem: formulieren Sie Ihre Pläne nachvollziehbar, um sich so kompetent wie möglich profilieren zu können. Zeit, die Sie hier investieren, ist nie vergeudet. Von einer ausführlichen Unternehmensanalyse und der darauf basierenden Projektplanung profitieren Sie auch dann, wenn Sie sich gezwungen sehen, ohne Förderung zu handeln.


FAQ


Was für ERP Systeme gibt es?


ERP Systeme können über unterschiedliche Modelle bereitgestellt werden. Grob lassen sich zwei große Implementierungsvarianten unterscheiden.

  • Cloud-ERP

  • ERP On-premise

Beide Systemvarianten unterscheiden sich hauptsächlich durch räumliche Aspekte.

On-premise Systeme werden zumindest zu einem großen Teil lokal auf den Servern des Unternehmens realisiert.


Es ist notwendig, die entsprechende Hardware bereitstellen zu können und einen oder mehrere Mitarbeiter für die Wartung des Systems einzusetzen.

Cloud Lösungen laufen (wie der Name bereits suggeriert) online auf den Servern des Anbieters. Es handelt sich also um Software as a Service, ein Mietmodell, das den Anwender von vielerlei Zuständigkeiten freispricht.


Zusätzlich sind diverse Unterarten und Kombinationen denkbar. Die Anbieter entwickeln ihre Systeme regelmäßig weiter. Modulare Angebote ermöglichen skalierbare Kosten für das ERP-System.

Wie unterstützt ein ERP-System die Mitarbeiter?


ERP-Systeme punkten durch Vereinfachung. Im Rahmen der ERP-Implementierung ermöglichen sie Ihrem Unternehmen zunächst die zentrale Datenverwaltung.


Gemeint ist ein Verwaltungsrahmen, der es allen Abteilungen ermöglicht, einmal aufgenommene Daten gemeinschaftlich zu nutzen und zu ergänzen. So vermeiden Sie Redundanz durch mehrfach angelegte Fallprotokolle und ermöglichen z.B. dem Support einen stets aktuellen Einblick in sämtliche Interaktionsschritte diverser Kunden.


Einzelne Prozesse können verlinkt betrachtet werden. Die ERP Supply Chain stellt sich allen Beteiligten transparent dar. So kann auf Lieferengpässe, Lageranfragen und Rücksendungen unkompliziert reagiert werden.


Das gesamte Unternehmen fährt eine klare Linie. Interne Compliance-Vorschriften können konsequent eingehalten werden, was dazu führt, dass viele Vorgänge automatisiert ausgeführt werden können. So verringert sich die Fehleranfälligkeit bürokratische Vorgänge um ein Vielfaches.


Wo Sie wiederkehrende Aufgaben durch das System ausführen oder überwachen lassen, können personelle Ressourcen für kreative Prozesse frei werden.


Zudem ermöglicht die Flexibilität der ERP-Software Ihren Mitarbeitern die Organisation einer optimalen Work-Life-Balance. Die Kombination der unterschiedlichsten Arbeitszeitmodelle wird möglich. Die Pflicht zur Arbeitszeiterfassung lässt sich mit einer ERP-Programm spielend leicht umsetzen und auch Embargoprüfungen und Steuermeldungen werden unkompliziert umgesetzt.


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